Beratungslehrer

Zwei ausgebildete Beratungslehrerinnen, Frau Marx und Frau Schlabes-Boettcher, stehen in ihren Sprechstunden und an individuell vereinbarten Terminen den Ratsuchenden zur Verfügung.

Denkbare Beratungsanlässe sind Schul- und Erziehungsprobleme (z.B. Überforderung, Unterforderung, Lese-Rechtschreibschwäche, Dyskalkulie), psychische Probleme (z.B. Schulangst, Sucht, Essstörung, ADS) oder auch familiäre Probleme (z.B. Scheidung, Krankheit, Tod).

Ratsuchende Schülerinnen und Schüler können sich während der Unterrichtszeit bei ihrem Fachlehrer abmelden, sofern keine dringenden unterrichtlichen Gründe wie z.B. Klassenarbeiten dem entgegenstehen. Sie erhalten am Ende des Beratungsgesprächs vom Beratungslehrer eine Bescheinigung über die Gesprächsdauer.

In der Einzelberatung, die in der Regel ein bis drei Sitzungen umfasst, ist die Auseinandersetzung mit dem eigenen Handeln Voraussetzung für das Gespräch. Bei sehr schwieriger Problemlage sollte auch die Bereitschaft bestehen, außerschulische Angebote zu nutzen, wobei der Beratungslehrer die Suche und Vermittlung an geeignete Stellen begleiten kann. Bei Gruppenberatung sind im Vorfeld Absprachen notwendig, um Möglichkeiten und Grenzen aufzuzeigen.

Zur Beratung gehört auch das Konzept gegen Missbrauch im Netz.

Streitschlichtung

Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen werden durch einen Mitarbeiter des Jugendamtes Schwertes in einem fünftägigen Seminar zu Streitschlichtern ausgebildet und durch einen qualifizierten Lehrer begleitet. Die weitere Ausbildung von Streitschlichtern hängt von den Ausbildungsangeboten der Stadt ab.

Die Streitschlichter sind in den großen Pausen jeweils zu zweit im Streitschlichterraum für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler ansprechbar. Erfreulicherweise blieb die Anzahl der Streitschlichtungsgespräche bisher relativ gering, nur selten wurden körperliche Attacken verhandelt.

Das Konzept der Streitschlichtung zeigt einen Weg zur Konfliktbewältigung, der in der Schule umsetzbar ist. Durch das Erlernen des ritualisierten Ablaufs eines Streitschlichtungsgesprächs werden die Schüler befähigt, selbständig Konflikte zu lösen. Durch "Mediation" erhalten die Konfliktbeteiligten die Gelegenheit, mit Hilfe eines neutralen Dritten ihre Probleme zu artikulieren und letztendlich zu bewältigen.

Das Streitschlichtungsgespräch mit einer "Win-Win-Lösung", bei der beide Kontrahenten als "Gewinner" ohne Gesichtverlust herausgehen sollen, verläuft so, dass zunächst die Schlichtung eingeleitet wird, dann die Sachverhalte geklärt werden, nach Lösungen und Verständigung gesucht wird. Abschließend werden Vereinbarungen schriftlich festgehalten und die Kontrolle der Einhaltung vereinbart.

Die Streitschlichtung wird von den Schülern selbständig durchgeführt.

Die Streitschlichtung ist nicht in jedem Konflikt einsetzbar, so dass die Lehrer und Eltern nicht aus ihrer sozialen Verantwortung entlassen werden können. So muss sich die Streitschlichtung auf Gewalt auf "erster Ebene", das meint harmlose Streitigkeiten, und gegebenenfalls auf "zweiter Ebene", das meint gewaltvolle Handlungen, die sich verstärken und eskalieren, beschränken. Gewalt auf "dritter", der kriminellen Ebene, kann nur durch Unterstützung durch die Schulleitung, die Eltern und die Polizei gelöst werden.

Schulsozialarbeit

Seit Jahren arbeitet das RTG im Arbeitsfeld Jugend-, Erziehungs- und Familienhilfe mit dem Schwerter Netz zusammen. Falls Sie als Eltern den direkten Kontakt zu den Ansprechpartnern wünschen, wenden Sie sich bitte an Frau Katrin Praest, Diplom- Sozialpädagogin oder Florian Kampmann.

Telefon: 02304-9393-50

Mobil: 01637330169

Email: sued@schwerter-netz.de

schwerter-netz.de