„Beraten und Befähigen“ - Individuelle Förderung an unserer Schule

Individuelle Förderung am RTG verfolgt die Intention, die Persönlichkeitsentwicklung und die Entfaltung der Fähigkeiten und Begabungen eines jeden Kindes zu unterstützen. Unser Angebot beinhaltet dabei vier Bausteine, die sich im Angebot unserer Schule an vielen Stellen widerspiegeln:

  • Befähigung zur Selbstorganisation
  • Befähigung zum Helfen
  • Beratung und Befähigung zur Entfaltung von Begabungen
  • Beratung und Hilfe bei Defiziten

 

I. Befähigung zur Selbstorganisation

Individuelle Förderung bedeutet für uns zum Ersten, Schülerinnen und Schüler zu befähigen, Verantwortung für ihr eigenes Lernen und ihre Lernumgebung zu übernehmen.

Unser Angebot beinhaltet verschiedene Methodenschulungen, die unsere Schülerinnen und Schüler an wichtigen Stationen ihrer Schullaufbahn in den Bereichen Lernstrategien, Arbeitsorganisation und Methodenkompetenz ausbilden, ihre Persönlichkeit stärken und ihnen so ihren Lernweg ebnen sollen.

Neben der individuellen Befähigung jedes Kindes ist für uns auch der Zusammenhalt der Klasse entscheidend für ein erfolgreiches Lernen. Daher fördern wir das soziale Miteinander durch Klassenfahrten sowie Sozialtrainings in Kooperation mit dem Jugendamt und betonen die Wichtigkeit der Selbstorganisation der Klassen zum Beispiel durch die Einrichtung von Klassenräten. Für alle Fälle zwischenmenschlicher und persönlicher Probleme steht zudem auch immer unser kompetentes Beratungslehrerteam zur Verfügung.

Auch das kostengünstige Angebot der Hausaufgabenbetreuung soll Schülerinnen und Schüler hier unterstützen.

 

II. Befähigung zum Helfen

Individuelle Förderung besteht auch in gegenseitiger Unterstützung und Hilfe. Wir sind davon überzeugt, dass die Schulgemeinschaft ein großes und wertvolles Potenzial hierfür bietet. Das Engagement unserer Schülerinnen und Schüler unterstützen wir durch verschiedene Ausbildungen intern und mit Hilfe von außerschulischen Partnern. Die Schulgemeinschaft profitiert so von der Unterstützung durch ein Technikteam, Schulsanitäter, Schulsporthelfer, Medienscouts und Streitschlichter. Ihre Hilfe ermöglicht die Durchführung sportlicher Angebote (zum Beispiel des Basketballturniers der 6. Klassen) ebenso wie die Betreuung von Schülerinnen und Schülern bei Verletzungs- und Krankheitsfällen oder in Konfliktsituationen.

 

III. Beratung und Befähigung zur Entfaltung von Begabungen

Die beste Möglichkeit zur individuellen Förderung liegt in einem vielfältigen Angebot. Jedes Kind bringt seine eigenen Interessen und Begabungen mit. Wir möchten, dass es in seiner Zeit am RTG diese Fähigkeiten entfalten kann, und  möchten ihm ebenso die Möglichkeit bieten, Neues zu entdecken. Daher halten wir ein vielfältiges Repertoire unterrichtlicher und außerunterrichtlicher Angebote im künstlerischen, musischen, sprachlichen und naturwissenschaftlich-technischen Bereich bereit, aus dem Sie und Ihr Kind gemeinsam mit uns ein flexibles, individuelles Angebot auswählen können. Dabei ist unser Konzept offen für viele individuelle Schullaufbahnen am RTG.

 

IV. Beratung und Hilfe bei Defiziten

Mehr Informationen finden Sie hier.

Binnendifferenzierung

Unter Binnendifferenzierung verstehen wir einen Unterricht, der die Schülerinnen und Schüler individuell in den Blick nimmt. Durch innerunterrichtliche, fachspezifische Diagnoseverfahren erfolgt eine Leistungsdifferenzierung mit geeigneter Methodenwahl. So können zum Beispiel leistungsdifferenzierte Aufgaben gestellt werden und je nach Bedingung leistungshomogene oder -heterogene Gruppen gebildet werdet.

Auch der Ansatz des kooperativen Arbeitens hilft uns dabei, Schülerinnen und Schüler gemäß ihrer Begabung zu fördern und ihnen durch verschiedene Formen der Einzel- und Gruppenarbeit im Unterricht ein Unterstützungssystem bereitzustellen.

Beratung und Hilfe bei Defiziten

Nicht immer läuft alles in der Schullaufbahn glatt. Mit vielfältigen Maßnahmen begleiten wir Ihr Kind innerhalb und außerhalb des Unterrichts und arbeiten eng mit Ihnen sowie mit außerschulischen Experten zusammen, um Problemen zu begegnen.
An Beratungstagen entwickeln die Fachlehrerinnen und -lehrer mit Ihnen und Ihrem Kind in gemeinsamen Gesprächen individuelle Förderpläne, die mit differenzierten Maßnahmen die Verbesserung der Leistungen unterstützen sollen. Dies geschieht u.a. mit Hilfe eines Angebots unterschiedlicher Programme wie der Vermittlung von Tutoren und Lerngruppen durch Schüler-helfen-Schülern, Förderkursen durch Fachlehrer/innen oder Förderkursen durch externe Experten. Im Unterricht greifen wir zudem auf verschiedene Möglichkeiten der Binnendifferenzierung zurück, um auf die Bedürfnisse Ihres Kindes eingehen zu können.
Ab der Jahrgangsstufe 7 werden Schülerinnen und Schüler mit schwachen Leistungen ab dem zweiten Halbjahr von Fachkollegen in fächerspezifischen Förderkursen betreut. In diesen Förderkursen werden Grundkenntnisse wiederholt und fachspezifische Methoden und Inhalte entsprechend der Jahrgangsstufe angewendet und geübt. Der Förderunterricht findet in der Sekundarstufe II in sogenannten Vertiefungskursen eine Fortführung.
 

Schüler helfen Schülern

Auch in diesem Schuljahr läuft unser Projekt „Schüler fördern Schüler“. In Kleingruppen sollen Schüler durch Schüler gezielt gefördert werden. Diese Kleingruppen setzen sich aus drei bis vier Schülern einer Klasse zusammen, die gemeinsam unter Anleitung einer geeigneten älteren Schülerin bzw. eines geeigneten Schülers üben und lernen wollen. Möglich ist dieses Angebot jedoch auch für Zweier-Gruppen oder einzelne Schüler/innen. Das Angebot umfasst die Fächer Mathematik, Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Latein. Die Gruppen treffen sich verbindlich über einen Zeitraum von acht Wochen.
In dieser Zeit wird gemeinsam am aktuellen Unterrichtsstoff des jeweiligen Faches gearbeitet. Hierzu ist eine Absprache mit der jeweiligen Fachlehrerin bzw. dem jeweiligen Fachlehrer der Kleingruppe / des Schülers bzw. der Schülerin notwendig. Im Vordergrund der Gruppentreffen steht das gemeinsame vertiefende Wiederholen und Üben. Es soll keine Hausaufgabenbetreuung stattfinden.
Alle Mitglieder der Kleingruppe zahlen jeweils einen verbindlichen Beitrag von 1,00 € pro Stunde an den Schüler, der die Nachhilfe erteilt (Tutor), der Rest wird von Fördermitteln über die Schule finanziert, so dass am Ende eine Vergütung von 9,00€ pro Stunde steht. Zudem besteht die Möglichkeit, die Betreuungstätigkeit durch ein Zertifikat zu dokumentieren.
Die regelmäßigen Treffen finden in den Räumlichkeiten der Schule in der 7. (oder 8. Stunde) an einem von der Gruppe gewählten Tag statt.
Interessierte Schüler bzw. Eltern drucken bitte den Anmeldebogen "Einzelanmeldung" aus und geben ihn vollständig (!) ausgefüllt bei mir ab. Es wird dann so schnell wie möglich ein Tutor mit dem passenden Fach gesucht.
Damit dieses Projekt in diesem Schujahr weiterhin so erfolgreich sein kann, sind wir weiterhin auf die Mithilfe geeigneter Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 bis Q2 unbedingt angewiesen, da diese sich als Tutorinnen und Tutoren für Kleingruppen zur Verfügung stellen müssen. Der Meldebogen kann ebenfalls ausgedruckt und vollständig ausgefüllt bei mir abgegeben werden. Aus diesem „TutorInnenpool“ werden dann entsprechende Betreuerinnen und Betreuer ausgewählt. Bitte meldet euch umgehend, wenn ihr Interesse an einer Tätigkeit als Tutor habt, damit das Projekt wieder zügig starten kann.
Wir hoffen auf euer Interesse an einer Mitarbeit.

Für Rückfragen steht Frau Köpping zur Verfügung.

Dateien:

Einzelanmeldung_SuS

Meldebogen_Tutoren

Hochbegabung

Wir möchten den Schülerinnen und Schülern mit Hochbegabung an unserer Schule zusätzliche Herausforderungen bieten. Sollten Sie Interesse an einem der hier beschriebenen Programme haben, nehmen Sie über die Klassen- oder Stufenleitung Kontakt mit uns auf.

Drehtürmodell

Unabhängig vom Alter bietet die Schule begabten Schülern das so genannte "Drehtürmodell" an, bei dem die Lernenden den regulären Unterricht verlassen, um z. B: zwei Fremdsprachen im Wahlpflichtbereich I zu erlernen, oder zeitweise am Fachunterricht einer höheren Klasse teilzunehmen, an einem selbst gewählten Thema im Selbstlernzentrum zu arbeiten oder einen außerschulischen Lernort aufzusuchen. Diese "Drehtürmodelle" bieten gelegentlich auch einen sanften Einstieg in eine individuelle Schulzeitverkürzung durch Überspringen einer Jahrgangsstufe.

Bei den ersten beiden Beispielen stehen die Schülerinnen und Schüler unter der Aufsicht von Fachlehrkräften, in den folgenden arbeiten sie ohne ständige Aufsicht selbständig im Selbstlernzentrum. Eine Lehrkraft ihrer Wahl betreut sie. Die Zielsetzung, das Thema, die Planung und der Lernfortschritt werden in einem Lerntagebuch dokumentiert. In allen Beispielen werden Selbständigkeit und Eigenverantwortung für den Lernprozess geschult.

Schüleruni

Die Schule kooperiert mit der Universität Dortmund, die besonders begabten Schülerinnen und Schülern ein Studium vor der Ablegung der Reifeprüfung ermöglicht. Sie können somit universitäre Leistungsnachweise schon während ihrer Schulzeit erbringen. Die Schüler werden an den Vorlesungs- und Seminarterminen vom Unterricht am RTG befreit und müssen den versäumten Unterrichtsstoff selbständig nacharbeiten.

Leserechtschreibschwäche

 

Was ist LRS?

Allgemein versteht man unter LRS eine massive und lang andauernde Störung beim Erwerb der Schriftsprache. Die Schüler und Schülerinnen haben Probleme mit der Umsetzung der gesprochenen zur geschriebenen Sprache und umgekehrt. Als mögliche Ursache werden eine genetische Disposition, Probleme bei der auditiven und visuellen Wahrnehmungsverarbeitung, der Verarbeitung der Sprache sowie bei der phonologischen Bewusstheit angenommen.
 

Grundsätze der LRS-Förderrung

An unserer Schule werden Schülerinnen und Schüler mit besonderen Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben gezielt gefördert. Dabei gehen wir nach folgenden Grundsätzen und Handlungsschritten vor.
Leitlinien für unser pädagogisches Handeln sind die
Schnellstmögliche Feststellung des nötigen Unterstützungsbedarf
Kontinuierliche Förderung der betroffenen Schülerinnen und Schüler
Kooperation mit allen Beteiligten (Kollegen, Eltern, Schülern sowie Vertretern anderer Bildungseinrichtungen)
Förderung eines zunehmend selbstverantwortlichen Lernens der betroffenen Schülerinnen und Schüler

Fördermaßnahmen

Im Rahmen der allgemeinen Stundentafel soll der Schüler durch innere Differenzierung gefördert werden. So kann er beispielsweise auf Nachschlagwerke wie den Duden zurückgreifen oder Tafelbilder abfotografieren. Die Klassenkonferenz berät über diese Maßnahmen und hält sie im Nachteilsausgleich fest. Nachteilsausgleiche können gleichermaßen äußere Bedingungen von Leistungsüberprüfungen regeln. Diese beziehen sich vor allem auf zeitliche, räumliche oder technische Unterstützungsangebote.

Mit der Nachricht über einen Nachteilsausgleich wird dem Kind mit dem Schreiben angeboten, an einem Förderunterricht teilzunehmen. Sollte das Kind sich zur Teilnahme für ein Schulhalbjahr verbindlich bereiterklären, findet eine pädagogische Förderdiagnose durch die LRS-Fachkraft statt.

Hier gelangen Sie zum vollständigen schulischen Förderkonzept für Schülerinnen und Schüler mit LRS.
 

Ansprechpartner

Sollten Sie Fragen oder bereits eine gestellte Diagnose bezüglich der Lese-Rechtschreibleistung Ihres Kindes haben, können Sie sich jederzeit an die Stufen- oder Klassenleitung oder unsere LRS-Fachkraft Frau Marx wenden.