Erprobungsstufe

Die Jahrgangsstufen 5 und 6 bilden als gemeinsame Einheit die Erprobungsstufe, innerhalb der keine auf Noten basierende Versetzung existiert. Daher können die Schülerinnen und Schüler in dieser Zeit das Lernen am Gymnasium „erproben“, ohne Angst vor dem „Sitzenbleiben“ haben zu müssen. Erst am Ende der Jahrgangsstufe 6 entscheidet sich mit der Versetzung in die Jahrgangsstufe 7, ob ein Kind für die gymnasiale Laufbahn geeignet ist oder ob ein Schulformwechsel empfohlen wird.
Eine Umstellung in der Erprobungsstufe stellen für die ehemaligen Grundschüler sicherlich die neuen Fächer und die dadurch bedingte höhere Anzahl unterschiedlicher Lehrkräfte dar. Ab der Jahrgangsstufe 6 erlernen die Schülerinnen und Schüler eine zweite Fremdsprache neben Englisch, das aus der Grundschule fortgeführt wird. An unserer Schule bieten wir allen Schülerinnen und Schülern die Wahl zwischen Französisch, Latein und Spanisch an.
Im Folgenden finden Sie einen Kurzüberblick über Besonderheiten der Erprobungsstufe an unserer Schule. Mehr über den Übergang von der Grundschule und unser Angebot lesen Sie im Bereich Eltern – Neue 5er.

  1. Wir gestalten einen sanften Übergang von der Grundschule zum Gymnasium und begleiten die neuen Fünftklässler mit besonderer pädagogischer Zuwendung.
  2. Das RTG garantiert in der Erprobungsstufe eine Unterrichtszeit von 7:50 – 13:05 Uhr. Im Anschluss sind ein Mittagessen in der eigenen Mensa und eine Betreuung durch pädagogisch geschulte Mitarbeiter und ältere Schüler/innen bis 15:15 Uhr möglich.
  3. Das Lehrerteam in einer Klasse wird auf möglichst wenige Lehrkräfte begrenzt.
  4. Die Klassenleitung ist doppelt besetzt, möglichst mit einer weiblichen und einer männlichen Lehrkraft.
  5. Ältere Schülerinnen und Schüler stehen als Klassenpaten helfend zur Seite.
  6. Bereits vor den Sommerferien begrüßen wir an einem Kennenlern-Nachmittag mit den Klassenpaten und Klassenlehrer/innen unsere neuen Fünftklässler.
  7. In der ersten Schulwoche steht das Miteinander im Vordergrund. Das Zusammenwachsen der Klassen wird durch das Coolness-Training des Schwerter Netzes, eine RTG-Rallye und verschiedene weitere Aktionen unterstützt. Zusätzlich finden im Laufe des Schuljahres Ausflüge und zu Beginn der Jahrgangsstufe 6 eine dreitägige Klassenfahrt statt.
  8. Die Schüler/innen wählen einen Klassenrat, um Anliegen, welche die gesamte Klasse betreffen, gemeinsam zu besprechen.
  9. Lern- und Arbeitstechniken, Anregungen zur eigenen Zeiteinteilung und Arbeitsorganisation werden gezielt in Methodentagen vorgestellt und geübt. Im Laufe der Erprobungsstufe wird ein sicherer und verantwortungsbewusster Umgang mit dem Internet vermittelt.
  10. In den Jahrgangsstufen 5-8 können alle Schüler/innen im Rahmen einer Stärkenstunde vielfältige Angebote aus dem sprachlichen, naturwissenschaftlichen, kulturellen oder sozialen Bereich entsprechend ihrer Interessen und Begabungen nutzen.
  11. Zur Begleitung der Entwicklung jedes einzelnen Kindes tauschen sich die jeweiligen Klassen- und Fachlehrer/innen in regelmäßigen Erprobungsstufenkonferenzen aus. Dazu werden auch die ehemaligen Lehrkräfte aus den Grundschulen eingeladen.
  12. Jedes Kind geht von der Jahrgangsstufe 5 in die Jahrgangsstufe 6 über, es gibt keine Versetzung.

Mittelstufe

In der Klasse 8 wählen die Schülerinnen und Schüler im Wahlpflichtbereich II als weiteres Fach entweder eine Fächerkombination aus den Schwerpunkten Bio/Chemie, Physik/Informatik, Wirtschaft/Mathematik oder eine Sprache aus Latein, Französisch oder Spanisch.

In der Klasse 10 führen die Schüler und Schülerinnen ein zweiwöchiges Betriebspraktikum mit sozialem Schwerpunkt durch, das im Deutsch- und Politik/Wirtschaftunterricht vor- und nachbereitet wird.

Oberstufe

Die gymnasiale Oberstufe gliedert sich in Nordrhein-Westfalen in die einjährige Einführungsphase (EF) und die  zweijährige Qualifikationsphase (Q1 und Q2), an die sich die Abiturprüfungen anschließen. Am Ruhrtal-Gymnasium werden die Schülerinnen und Schüler einer Jahrgangsstufe in dieser Zeit von zwei Beratungslehrern und dem Oberstufenkoordinator begleitet und unterstützt.

Die ersten Tage in der Sekundarstufe II dienen am Ruhrtal-Gymnasium der Information und dem gegenseitigen Kennenlernen während der Methodentage. Verschiedene Module zu fachspezifischen Methoden, Lerntechniken etc. sollen den Einstieg und die Orientierung erleichtern.

Mit dem Start in die Einführungsphase der Oberstufe ersetzt ein Kurssystem die bisherigen Klassen: In der Einführungsphase stehen dreistündige Grundkurse zur Wahl. Dazu gehören neben den bekannten auch neue Fächer wie Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften.

Im Verlauf der Einführungsphase findet ein Schülerbetriebspraktikum statt, das der Berufsorientierung dient. In einem selbst gewählten Unternehmen, einer sozialen Einrichtung oder einer Behörde im näheren Umkreis von Schwerte werden den Schülerinnen und Schülern Einblicke in die Arbeitswelt ermöglicht. Die Lehrerinnen und Lehrer des RTG begleiten dieses Praktikum. Darüber hinaus bieten wir ein umfangreiches Unterstützungsangebot im Bereich der Studien- und Berufsorientierung.

In der Qualifikationsphase ist der Unterricht in Leistungs- und Grundkursen organisiert. In Kooperation mit dem Friedrich-Bährens-Gymnasium können regelmäßig Leistungskurse in den Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch), in den Gesellschaftswissenschaften (Erdkunde, Erziehungswissenschaft, Geschichte, Sozialwissenschaften) und in den Naturwissenschaften (Mathematik, Biologie, Chemie, Physik) sowie in Sport angeboten werden. Die Einrichtung der Kurse hängt von der Wahl der Schülerinnen und Schüler ab. Zusätzlich besteht die Möglichkeit der Wahl eines einjährigen Projektkurses, in dem selbstständig ohne Einschränkungen durch enge Vorgaben interessante Themen erarbeitet werden.

Im zweiten Halbjahr der Q1 schreiben alle Schülerinnen und Schüler, die keinen Projektkurs gewählt haben, eine Facharbeit in einem der schriftlichen Fächer anstelle einer Klausur. Ebenfalls in der Q1 findet auch die einwöchige Studienfahrt statt, die an einen Leistungskurs gekoppelt ist und in einem inhaltlichen Zusammenhang zu diesem Fach steht. In der gesamten Oberstufe wird das Kursangebot durch Exkursionen z.B. zu Betrieben, Universitäten, Laboren und Museen abgerundet.

 Die in der zweijährigen Qualifikationsphase erreichten Leistungen fließen mit den Ergebnissen aus den zentralen Abiturprüfungen in die Berechnung der Abiturnote ein.